Mode Herbst/Winter 2009
Back for Good
München/Nürnberg (21. September 2009) – Über die Frisurentrends für Herbst und Winter informierten sich rund 400 Friseure aus ganz Bayern bei der Modepräsentation des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks (LIV) in der Nürnberger Meistersingerhalle. Im Mittelpunkt stehen faszinierende Retro-Looks und der Lifestyle der Celebrities.

„In Workshops und einer inspirierenden Bühnenshow demonstrierte LIV-Creativdirektor Winfried Löwel mit seinem Modeteam, was in der kommenden Saison in ist bei Schnitt, Form, Farbe und Make-up. „Die neuen Looks sind nur mit hoher fachlicher Qualität zu erreichen. Hier können die Innungsfriseure ihre Kompetenz unter Beweis stellen.“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp.

Alles schon mal dagewesen? Nein, natürlich nicht. Nichts bleibt, wie es war. Schon gar nicht in der Mode. Aber tatsächlich stellt der Rückblick auf vergangene Epochen eine der wichtigsten Inspirationsquellen für die Frisurenkollektion Herbst/Winter 2009/2010 dar. Trend trifft Tradition ist die Devise: Das Neue und Einzigartige entsteht, indem historische Bezüge aufgenommen, jedoch durch moderne Techniken und aktuelles Know-how weiterentwickelt werden.

Das Modeteam des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) hat sich ganz besonders von den 80’er Jahren inspirieren lassen: So feiern schwere Ponypartien und üppige Texturen ein grandioses Comeback. Im Gegensatz zu damals darf es heute aber ein wenig natürlicher sein, so dass die Looks insgesamt entspannter und weniger plastisch wirken.

Als die Dekaden des Elegant Style liefern auch die 20’er und 50’er Jahre einige Ideen für die neue Kollektion. Ob klassischer Kurz-Bob im Modern-Boudoir-Stil bei den Damen oder streng gegelte Scheitelfrisuren à la Cary Grant bei den Herren - der Glamour vergangener Zeiten wird zum modischen Must-have der Herbst-Winter-Saison.

Aber selbstverständlich spielen auch aktuelle Trends eine große Rolle. Vorbilder kommen dabei wie so oft aus der Welt der Stars und Promis. So stand Hollywoods neuer Hot-Shot Robert Pattinson, Star der erfolgreichen „Twilight“-Filmreihe, Pate für den extrem lässigen, ein wenig verwegenen Out-of-Bed Style. Fazit: Die Premium-Looks der Modemacher faszinieren mit ihrer Extra-Dosis Chic und lenken den Fokus der Aufmerksamkeit dank der fachlichen Qualität zugleich auf eine hohe Friseurkompetenz.

Raffinierter Short Chic
Bildserie A: Girls just want to have: Fun! Die neuen Short-Cuts zitieren die 80’er Jahre und setzen dabei auf üppige Ponypartien und einen insgesamt asymmetrischen Appeal. Im Nacken sehr kurz gehalten, wird das Haar zum Vorderkopf hin konsequent länger, bis es im Ponybereich ein Dreieck bildet. Die raffinierte Slice-Technik sorgt für ein aufregendes Konturenspiel ohne sichtbare Übergänge. Die Stylingvarianten für diesen Schnitt sind vielfältig. So können Oberkopf und Vorderpartie mit dem Glätteisen gelockt werden, um einen soften, weniger akkuraten Look zu erzielen. Eighties-Ikone Cindy Lauper hätte bestimmt Spaß daran gehabt…

Modern Boudoir
Bildserie B: Der Short-Bob kann alles –von ladylike bis extrem lässig. In dieser Saison überrascht der Bob mit einer ganz neuen Form. In der denkbar kürzesten Variante, angelehnt an den Roaring-Twenties-Look der Leinwanddiva Louise Brooks, wird der Fokus auf den Vorderkopf gelegt und durch eine lange Ponypartie aufgefrischt. Insgesamt ist das Haar sorgfältig durchgestuft und wird im Tampelbereich sehr kurz geschnitten. Mit Wachs zurückfrisiert und soft aufgerissen wird aus dem Retro-Cut ein moderner Amazonenlook, der lässig und dennoch elegant anmutet.

Hot as Ice
Bildserie C: Verlockend – der mittellange Bob kann auch anders! Das Stylingwunder Bob überzeugt auch in der schulterlangen Version. Nicht nur Supermodel Heidi Klum baut auf diesen Klassiker, der so urweiblich, dabei aber stets unprätentiös und natürlich wirkt. Das Geheimnis des perfekten Cuts liegt in der Dualität von kompakter, hart geschnittener Linie und einer weichen Stufung im Innenleben. Für einen Schuss Dramatik sorgt der schwere Pony, der seitlich über ein Auge fällt. Aufregend: Das matte, intensive Braun, das durch subtile helle Schattierungen glamourös aufgebrochen wird.

Dancing in the streets
Bildserie D: Ultrafeminin & megasexy – Wellen und Locken in Perfektion. Let it rock! Zur Partytime darf es ruhig auch mal wild hergehen. Ein expressiver Mix aus Barock-Prinzessin und Disco-Queen bietet dazu den passenden Style. Inspiriert von den aufgetürmten Lockenfrisuren des 17. Jahrhunderts wird das lange, grob gestufte Haar in einzelnen Strähnen über den Finger gelockt und dann mit dem Glätteisen gepresst. Das Besondere: höchstmögliches Volumen und eine ungezähmt anmutende Struktur. Und auch die Farbe besticht durch Extravaganz. Hier wird ein mattes Honigblond mit eisigen Blondreflexen versetzt. Garantiert nichts für Schüchterne!
Augenweiden & Lippenbekenntnisse
Die neuen Make-up-Trends rücken Augen und Lippen ins schönste Licht und offenbaren ultimatives Verwandlungspotenzial für die Herbst/Wintersaison. Es darf wieder richtig bunt werden: Expressive Farben feiern ein Comeback –genauso wie ausdrucksstarke Brauen, die das Gesicht harmonisch einrahmen.

Bildserie E: Der plastische Eighties-Look (E1) setzt auf flächig-schattierte Augen in sattem Kupfer und petrolfarbenen Kajal im Innenlid. Der Clou: Die dunkel konturierten Lippen in Mokka-Gold. Beim Eisprinzessinnen-Appeal herrscht kühle Noblesse (E2). Dazu wird das bewegliche Lid mit irisierendem Silber schattiert, während im inneren Augenwinkel ein Fliederton für ein subtiles Farbenspiel sorgt. Der weiche Nudeton unter den Brauen lässt die Augen strahlen und setzt einen wirkungsvollen Kontrast. In frostigem Chic zeigen sich auch die Lippen: Ein blaustichiges Rosé rundet den Look perfekt ab. Und wer es abendtauglich mag, wählt einfach einen Lippenstift oder ein Gloss in kräftigem Pink.

Smokey Eyes (E3) bleiben Trend –und dürfen jetzt beim Abendmake-up richtig schillern. Konträre Farben wie Kupfer, Grün und Grau sorgen für den Wow-Effekt. Basisfarbe auf den Lidern ist ein mattes Schwarz-Grau, das von weich ausschattiertem Grün in der Lidfalte und einem kupferfarbenen Lidstrich aufgebrochen wird. Analog dazu strahlen die Lippen ebenfalls in sattem Kupfer. Ein weiterer Trend sind farbige Nägel –also unbedingt den jeweils zum Look passenden Lack auftragen…!

Office-Style mit Retro-Touch
Bildserie F: Business- und freizeittauglich zugleich. Möglich macht das eine Schnittführung, die sowohl runde als auch spitze Konturen erzeugt und so subtile Kontraste setzt. An den Seiten und am Hinterkopf wird das Haar gleichmäßig kurz und spitz zugeschnitten, während es am Oberkopf einen Hauch länger bleiben darf und eine insgesamt runde Struktur erhält. Die neuen Herrencuts sind echte Multitasker und ermöglichen unterschiedliche Stylingvarianten. Für den Preppy-Look wird das Haar locker nach vorn frisiert und der Pony zur Seite gezogen. Mit der Bombage-Optik wird ein
Herren-Klassiker modern interpretiert.

Exklusive Looks mit elegantem Understatement
Bildserie G: Für den stilechten oder den legeren Auftritt - die Herren lassen bitten! Der aktuelle Gentleman-Look greift den Style legendärer Kinoheroen wie Cary Grant und Gregory Peck auf und zelebriert souveräne Eleganz. Ein Muss: Der tief und extrem sauber gezogene Seitenscheitel. Die Seiten sind hier sehr kurz geschnitten. Am Oberkopf bleibt das Haar deutlich länger und hat eine insgesamt dreieckige Form. Eine sanfte Farbveredelung und großzügig eingearbeitetes Stylinggel sorgen für ultimativen Glanz. Das Retro-Styling mit soften Naturwellen erinnert an den legeren Männer-Chic der 80’er Jahre.

Maskulin mit urbanem Charme
Bildserie H: Künstlerisch wertvoll, auch wenn der Fokus auf Natürlichkeit liegt. Denn ohne einen exzellenten Basiscut geht hier nichts! Die Bewegung im Haar entsteht durch einen sehr strukturierten Schnitt, der mit unterschiedlichen Längen arbeitet und insgesamt eine üppige Textur ergibt. In seiner Grundform bleibt das Haar insgesamt etwas länger. Moderne Stylings: Locker zurückfrisiert entsteht ein Look, der nonchalant und natürlich anmutet, dabei aber durchaus Business-Chic besitzt. Der wilde Out-of-Bed Style wirkt dagegen unkonventionell und wenig bescheiden. Vorbild dafür ist „Twilight“-Star Robert Pattinson.

Frisurenmode für den Herbst und den Winter 2009/2010 - die Macher:
Das Modeteam des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks entwirft zweimal im Jahr die aktuellen Trends der Saison. Die Modelinien Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter umfassen nicht allein innovative Frisurenideen, sondern auch trendsichere Make-up-Kreationen. Grundlage dafür ist ein ganzheitliches Konzept, das Kreativität und Pflege vereint. So werden Schönheit und Wohlbefinden in Einklang gebracht.

Pressebilder zur Frisurenmode Herbst/Winter 2009/2010 gibt es als Downloads im Internet beim Zentralhandwerk des deutschen Friseurhandwerks.